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Dienstag, 22. Dezember 2009

Achtung Suchtgefahr!



Im September diesen Jahres hat ein etwas ungewöhnlicher "Tante Emma Laden" kurz vorm Winterhuder Marktplatz seine Pforten geöffnet - die Lakritzerie. Wie der Name schon sagt werden dort feinste Süßholzkreationen verkauft. Daneben findet man aber z.B. auch Schokolade und Pralinen, kleine Präsente, Marzipan und original englische Fugdes(Karamellkonfekt). Laut Besitzerin Barabara Matthias handelte es sich bei der Lakritzerie zunächst eher um eine Schnapsidee. Aber eine die in dem kleinen Souterrainladen gut funktioniert. Gerade zur Winterszeit ist der Kalorienbedarf durch das kalte Wetter ja sehr hoch und man kann sich häufiger mal etwas Süsses gönnen ohne gleich ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.
Betritt man die Lakritzerie, findet man ein unglaublich vielfäliges Angebot an Süsswaren in grossen Gläsern und kleinen Tütchen mit den seltsamsten Beschriftungen vor. Die hilfsbereiten Verkäuferinnen erklären gern was es mit den unterschiedlichsten Leckereien auf sich hat und helfen bei der Auswahl des gewünschten Naschwerks. Zwischendurch darf man auch immer mal wieder etwas probieren.
So kam es, dass ich mich zum Kauf einiger Köstlichkeiten entschloss.
Von links im Uhrzeigersinn:

Salz-Vanille Kuller - Lakritzbonbons erst sehr salzig, dann mit Vanillegeschmack

Mint Fugdes - Karamellkonfekt mit Pfefferminzgeschmack

Chilli Röd - weiche Lakritze, die nach Kirsch schmeckt und scharf ist

Pfeffer Kuss - sehr scharfe Lakritzbonbons

Norweger - nach Karamell und Minze schmeckende Lakritzbonbons, scharf

Salz-Himbeer Sticks - weiche Lakritze, die salzig und nach Himbeer schmeckt


Einziger Wermutstropfen: man kann dort (noch) nicht mit Karte zahlen.

Montag, 7. Dezember 2009

China versus France






Wer häufiger in Hamburg im sogenannten Schanzenviertel unterwegs ist, der weiss wie schwer es ist ein gutes Restaurant aufzutreiben. Snacks und Fastfood gibt es an jeder Ecke aber wirklich gute Küche ist dort eher selten zu finden...
Wer jedoch Hunger, Lust auf ein kulinarisches Erlebnis und ein etwas dickeres Portemonnaie besitzt, der sollte mal bei "Madame Hu" bei der Schilleroper vorbeischauen. Anders als der Name es vermuten lässt handelt es sich hierbei nicht um ein traditionelles chinesisches Restaurant sondern um eine "französisch ausgerichtete Küche mit vietnamesisch-thailändischen Einschlag", also anders gesagt eine bunte Mischung : ) Alle Zutaten stammen aus biologischem Anbau. Auf der Karte stehen Hauptgerichte wie: Biorinderhack in Hokkaidokürbis gefüllt, dazu kleine Kartoffeln oder chinesischer Lauchpfannkuchen mit Waldpilzragout gefüllt und Pesto überbacken.
Sehr zu empfehlen ist übrigens der Madame Hu Vorspeisenteller, der ungefähr ein Dutzend kleine Leckereien zu bieten hat. Wem das noch zu langweilig ist, der kann so wie ich es getan habe ein dreigängiges Überraschungsmenü bestellen : D
Mein persönlicher Höhepunkt des Abend war jedoch Herrn S. Crème brûlée in einer kleinen chinesischen Schale mit einem Drachenbild auf dem Boden.
Das Restaurant ist ausser montags immer abends von 18.00 bis 23.00 geöffnet. Jeden Mittwoch gibt es auch einen Lunch Club von 12.00 bis 15.00 den ich gern besuchen würde. Freiwillige bitte melden. Die Mittagspreise liegen übrigens deutlich unter den Abendpreisen. Zu reservieren ist eine gute Idee.

Die sehr sympathische Chucks tragende Restaurantbesitzerin Kit Hu bietet seit ca. 13 Jahren ihre abwechslungsreiche Küche an. Geboren in Hongkong kam sie als Neunjährige nach Hamburg wo ihre Eltern am Pferdemarkt das Restaurant der "Goldener Stern" eröffneten. Somit wurde schon früh der Grundstein für ihr späteres Schaffen gelegt. Neben ihrer regulären Arbeit gibt sie Kochkurse für Kinder in Schulen und einmal im Monat auch in ihrem Restaurant.
Bei einem unregelmässig stattfindendem "kulinarischem Rundgang" können auch Erwachsene noch etwas übers Kochen lernen. Auch wenn man zwischendurch eine Frage zu einem Gericht hat ist sie sehr auskunftsfreundig und erklärt gern was es mit einigen Zutaten auf sich hat.
Der Hund des Hauses heißt Mütze und ist eine englische Bulldogge. Wenn er mal nicht vor der Küche oder auf dem Sofa rumliegt, dann ist er kurz draussen vor der Tür und bellt anderen Hunden nach.

Zwei negative Sachen muss ich aber leider noch erwähnen: Es gab eindeutig zu wenig Servicekräfte, so dass wir teilweise sehr lange auf den nächsten Gang, Getränke oder die Karte warten mussten. Ausserdem ist uns aufgefallen, dass Vegetarier bei "Madame Hu" nur eine sehr kleine Auswahl an passenden Speisen haben.

PS: Die Fotos stammen übrigens alle aus dem Netz. Meine Kamera wollte ich nicht mitnehmen.

Freitag, 27. November 2009

Ice Cream Dream




Wenn es schon nicht schneit oder richtig kalt ist, dann muss man sich eben selbst helfen und z.B. in ein Eiscafé gehen. Bestens dafür geeignet ist die Eisperle in Hamburg/Alsterdorf. Bild 1 zeigt meine heiss&kalt Kreation, 3 Eiskugeln mit heisser Himbeer-/Kirschsosse. Auf Bild 2 sieht man das Spaghettieis von Herrn S., das für ihn leider enttäuschend klein ausgefallen ist aber sehr lecker war. Die Preise bewegen sich in einem Spielraum von 3,50 bis 6,00 Euro und man kann zwischen sehr vielen unterschiedlichen Sorten wählen. So gibt es z.B. passend zur Weihnachtszeit Lebkucheneis : )

Leider ist die Eisperle jetzt geschlossen und öffnet ihre Tür erst wieder am 17.01.2010 : (

Samstag, 14. November 2009

Ghostworld






Passend zur Jahreszeit bietet der Kampnagel in Hamburg am 26. und 28. November ein denkwürdiges Programm. Die in Frankreich recht bekannte Choreografin Gisèle Vienne hat ein Tanztheaterstück namens Kindertotenlieder im Stil von Blackmetalästhetik inszeniert, das laut Kampnagel zum ersten Mal auf einer Hamburger Bühne aufgeführt wird. Die Musik dazu liefern KTL. Ein Projekt zu dem Stephen O'Malley von den Drone Doomern SunnO))) gehört. Aber auch Peter Rehberg, der unter anderem mit der Band Boris kooperiert, ist dabei. KTL ist die Abkürzung von Kindertotenlieder und ist angelehnt an den Liederzyklus von Gustav Mahler, der Gedichte von Friedrich Rückert vertont hat. Das Stück selbst thematisiert die Beschäftigung mit Leben und Tod in der österreichischen Ikonografie. Dazu gehören auch künstlich geschaffene Symbolfiguren wie z.B.die Perchten, eine dämonische weibliche Schreckgestalt aus dem alpländischen Brauchtum, die vermutlich in ihrer Bedeutung der uns bekannten Frau Holle entspricht. Wobei unklar ist ob Frau Holle und somit auch die Perchten aus der germanischen Gottheit Hel oder Frigg hervorgegangen ist. Frigg auf Bild 3 hat eine schützende gute Funktion wohingegen die halbtote Hel auf Bild 4 schon fast böse strafend auftritt. Im Kern des Stückes Kindertotenlieder geht es um die Verwischung von Realität und Illusion in Ritualen und Zeremonien bei denen Dämonen, Geister und Tote eine Rolle spielen. Ein Fokus wird dabei auf das von Sigmund Freud sogennante "Unheimliche" gelegt.
Also nichts für schwache Nerven ; )

Samstag, 24. Oktober 2009

Feeding the Meateater




Wer gern mal einen echten ""Porkasm" haben möchte, der sollte die "Kleine Pause" besuchen. Zwischen Sternschanze und Kiez ist diese Bistrokneipe der ideale Anlaufpunkt für alle hungrigen Nachtschwärmer, die sich in geselliger Atmosphäre wie die Niederländer es nennen würden den Bauch vollschlagen wollen. Ganz so gross wie die Burger auf den Fotos der US amerikanischen "junk food porn" Seite "This is why you are fat" sind die Portionen dort aber leider nicht ; )

Samstag, 10. Oktober 2009

In die Gänge kommen!


Das Foto hat Wahntraum im Gängeviertel geschossen und später bearbeitet. Dieses Wochenende findet dort ein kleines Kulturfestival statt. Heute werden z.B. Rocko Schamoni und Heinz Strunk in der Fabrik aus ihren Lebenswerken lesen. Jeder der einen Stuhl mitbringt, braucht keinen Eintritt zu zahlen : )

Dienstag, 15. September 2009

Cafés und weisse Hasen

Heute war ich mit S. in der Schanze zum Frühstücken verabredet. Im die Herren Simpel haben wir es uns schmecken lassen. Ein sehr schönes Café, das ich nur weiterempfehlen kann. Es ist recht verwinkelt mit vielen kleinen Räumen, einem Wintergarten und einem Innenhof. Das Essensangebot liegt preislich auch im grünen Bereich. Die Portionen sind sehr reichhaltig und liebevoll gestaltet.

Vor kurzem habe ich einen schwarz/weiss Film namens "Harvey" von 1950 mit James Stewart gesehen. Er hat einen ca. 2 Meter grossen weissen Hasen als Freund, den fast nur er sehen kann : )
Und nun weiss ich ausserdem woher die Idee des PC Spiels "Edna bricht aus" stammt...

Dieses Blechschild von "Harvey" war auch in der DVD Verpackung enthalten. Mal schauen ob Herr S. und ich uns einig werden wer es behalten darf.