Montag, 15. Februar 2010

"Reich mir mal den Rettich rüber!"




Sushi-all-you-can-eat ist meistens sehr beliebt, relativ günstig und auch lecker. Wer sich aber mal etwas Besonderes gönnen möchte und nicht gleich in einen japanischen Esstempel der oberen Preisklasse gehen will, dem empfehle ich den kreativen und sehr serviceorientierten Mittelweg: Die beiden Restaurants von Raw Like Sushi. Einmal an der Grindelallee und einmal in Eppendorf. Neben den traditionellen Sushivarianten werden jeden Monat unterschiedlichste ausgefallene Makikreationen angeboten, die die Geschmacksnerven zum explodieren bringen. So findet man beispielsweise gekochte Garnele mit gerösteten Erdnüssen, rohen Lachs mit Pistazien und Creme Fraîche, rohen Thunfisch mit Ruccola Salat und getrockneten Tomaten inside/out mit Reis ummantelt und von Sesam, Mohn oder Masago umgeben auf der Speisekarte. Auch Honig oder Senf kommen zum Einsatz.
Zum Nachtisch kann ich die Sweet Roll nur empfehlen. Das ist einer Maki nachempfundene Rolle aus Crepe, Mandarinenfilets, Milchreis und Haselnußkrokant, wahlweise mit separater Vanille- oder Schokosauce. Sehr lecker.
Die beiden Restaurants unterscheiden sich darin, dass in Eppendorf zusätzlich auch warme Speisen angeboten werden und sich in der Grindelallee noch eine Bar befindet. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall!
Die 3 Fotos stammen von der Homepage der Restaurants.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Von der Uni auf die Bühne





Nachdem ich wohl auffällig viele Essensbeiträge im Blog gepostet habe, wende ich mich erstmal wieder anderen Bereichen zu ; ) Wie zum Beispiel einer morgen stattfindenden Veranstaltung. Ursprünglich 2008 in Braunschweig entstanden, hat sich der Science Slam inzwischen auch in Hamburg etabliert. Ähnlich wie beim Poetry Slam hat jeder Teilnehmer 10min Zeit für seinen Beitrag. Nur handelt es sich um wissenschaftliche Themen, oft Abschlussarbeiten oder Promotionen, die auf möglichst unterhaltsame Art mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln schmackhaft gemacht werden sollen. Das Publikum bewertet sowohl den Inhalt als auch die Vortragsweise des Referenten und kürt anschließend den Sieger.
Morgen Abend im Haus 73 ist es wieder soweit.
Die Fotos stammen von Spiegelonline und dem Hamburger Abendblatt.

Winterstreetart


Ein Alstereisvergnügen wie zuletzt vor über 10 Jahren wird es auch am kommenden Wochenende nicht geben. Dafür finden sich aber entlang der Alster allerlei Schneegestalten wie ich in der Galerie der Süddeutschen Zeitung entdecken konnte. Leider werden sie wohl bald geschmolzen sein.

Montag, 18. Januar 2010

"Hirn braucht Arbeit"


Ab heute ist es soweit, der Deutschlandfunk ist mit seinem dritten Radioprogramm on air. Nach Deutschlandfunkt Kultur gibt es nun auch Deutschlandfunk Wissen. "Hirn braucht Arbeit" ist das Motto des neuen Senders. Neben aktuellen Nachrichten gibt es unterschiedliche Themenbereiche: Natur, Medien, Globus, Kultur, meine Zukunft und Spielraum. Da dem Deutschlandfunk sehr daran gelegen ist seinem eigenen Qualitätsanspruch gerecht zu werden, wird man wohl eher selten populärwissenschaftliche Beiträge à la Galileo präsentiert bekommen. Ich bin gespannt.

Freitag, 15. Januar 2010

von Klabautermännern und Pansenkloppern



Ich wohne ja nun schon eine ganze Zeit als Quiddje (Zugezogener, Fremder, Nicht-Hamburger) in Hamburg. Immer wieder bin ich hier über Ausdrücke gestolpert, die für mich nicht so leicht zu verstehen waren wie z.B. plietsch, krüsch oder Dösbartel. Oft musste ich nachfragen was denn einzelne Worte bedeuten und wurde von den waschechten (Umgebungs-)Hamburgern ungläubig angeschaut. Vor kurzem ist jedoch eine inzwischen schon wieder vergriffene Plattdeutsch-/Hamburgischedition vom Hamburger Abendblatt herausgegeben worden. Zunächst war ich etwas skeptisch, da diese Zeitung genauso wie die "BILD" zur Springerpresse gehört. Schnell habe ich mich aber eines besseren belehren lassen. Das Buch gefällt mir inzwischen sehr gut, ist äussert lehrreich und noch dazu unterhaltsam geschrieben. Viele Fotos lockern die Edition auf und für die ganz Interessierten gibt es auch einige Literaturverweise um das Thema zu vertiefen. Im ersten Teil befindet sich ein kurzer geschichtlicher Abriss und im zweiten werden einzelne Worte alphabetisch aufgelistet und teils sogar mit kleinen Anekdoten erklärt.
Plietsch heisst schlau, pfiffig, findig. Krüsch heisst wählerisch oft in Bezug aufs Essen. Und ein Dösbartel bezeichnet einen dummen, verträumten oder ungeschickten Menschen.
Gestern habe ich dann endlich auch mal Labskaus gegessen. Das sieht zwar nicht besonders appetitlich aus wie man auf dem zweiten Foto erkennen kann, ist aber sehr lecker! Labskaus ist ein typisches Hamburger Gericht und ursprünglich eine vom Smutje (Schiffskoch) zubereitete traditionelle Mahlzeit für Seefahrer und Matrosen, da alle Zutaten gut konserviert werden konnten und Skorbut entgegenwirkten. Es gibt unterschiedliche Varianten. Bei der Version auf dem Foto von Wikipedia sieht man neben dem Brei, der aus corned beef/Pökelfleisch, gestampften Kartoffeln, Zwiebeln und roter Bete besteht, auch einen Rollmops und Gewürzgurken. Ganz wichtig ist auch das Spiegelei. Auf hoher See durfte man nicht krüsch sein ; )

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Thank God it's Catmas



Dank meiner neuen Katzenbackuhr ist mir zumindest optisch ein toller weihnachtlicher Gewürzkuchen à la Chefkoch gelungen. Wie er schmeckt werde ich wohl erst in ein paar Stunden zu Heiligabend erfahren. Ich wünsche euch allen schöne Weihnachten : )

Dienstag, 22. Dezember 2009

Achtung Suchtgefahr!



Im September diesen Jahres hat ein etwas ungewöhnlicher "Tante Emma Laden" kurz vorm Winterhuder Marktplatz seine Pforten geöffnet - die Lakritzerie. Wie der Name schon sagt werden dort feinste Süßholzkreationen verkauft. Daneben findet man aber z.B. auch Schokolade und Pralinen, kleine Präsente, Marzipan und original englische Fugdes(Karamellkonfekt). Laut Besitzerin Barabara Matthias handelte es sich bei der Lakritzerie zunächst eher um eine Schnapsidee. Aber eine die in dem kleinen Souterrainladen gut funktioniert. Gerade zur Winterszeit ist der Kalorienbedarf durch das kalte Wetter ja sehr hoch und man kann sich häufiger mal etwas Süsses gönnen ohne gleich ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.
Betritt man die Lakritzerie, findet man ein unglaublich vielfäliges Angebot an Süsswaren in grossen Gläsern und kleinen Tütchen mit den seltsamsten Beschriftungen vor. Die hilfsbereiten Verkäuferinnen erklären gern was es mit den unterschiedlichsten Leckereien auf sich hat und helfen bei der Auswahl des gewünschten Naschwerks. Zwischendurch darf man auch immer mal wieder etwas probieren.
So kam es, dass ich mich zum Kauf einiger Köstlichkeiten entschloss.
Von links im Uhrzeigersinn:

Salz-Vanille Kuller - Lakritzbonbons erst sehr salzig, dann mit Vanillegeschmack

Mint Fugdes - Karamellkonfekt mit Pfefferminzgeschmack

Chilli Röd - weiche Lakritze, die nach Kirsch schmeckt und scharf ist

Pfeffer Kuss - sehr scharfe Lakritzbonbons

Norweger - nach Karamell und Minze schmeckende Lakritzbonbons, scharf

Salz-Himbeer Sticks - weiche Lakritze, die salzig und nach Himbeer schmeckt


Einziger Wermutstropfen: man kann dort (noch) nicht mit Karte zahlen.